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Hier finden Sie, jeweils zum Monatswechsel, immer einige besonders bemerkenswerte Krimi-Neuheiten.
Bevorzugt solche, die nicht in jeder Buchhandlung stapelweise ausliegen, und die Auswahl ist natürlich streng subjektiv.

Für kritisches Feedback bin ich immer dankbar. Für Bestellungen auch. Viel Spaß beim Scrollen!
    Robert Schekulin
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Dritte Sommer-Ernte: 16 Lesetipps für September 2010


Hinter jedem Titelbild: Link zur Verlagsinfo. (Sorry, wenn die Website dort nicht direkt zum Buch führt!)

 


 


 

Am Anfang der ersten Achterreihe stehen fünf deutschsprachige Originale, von traditionell bis merkwürdig.

Hansjörg Schneider legt seinen achten Basel-Krimi um Kommissär Hunkeler vor ("Hunkeler und die Augen des Ödipus", Diogenes; siehe dazu
Joeys BZ-Kritik). - Ferdinand von Schirach liefert nach dem feuilletonistisch gefeierten Debüt "Verbrechen" (2009) einen zweiten Band mit lakonisch kühl und doch ungemein packend erzählten Verbrechensgeschichten, bei dem ich allerdings wiederum ein klitzekleines Vor- oder Nachwort vermisse, was nun Wahrheit und was Dichtung ist, was selbst erlebte Fälle und was Hörensagen ("Schuld", Piper). - Nora Miedler bringt nach ihrem Debüt "Warten auf Poirot" (2009) ebenfalls einen Zweitling, in dem es nun noch mehr ums Theater geht ("Die Musenfalle", Ariadne bei Argument). - Andreas Webers Roman über den 18-jährigen Sohn eines Dorfpolizisten ist vielleicht nur zur Hälfte Krimi und zur Hälfte eine Geschichte ums Erwachsenwerden ("Veitels Traum", Picus). - Und Jörg Reckmann hat in seinen ersten Kriminalroman anscheinend seine Erfahrungen als Journalist, Hobbykoch und Marathonläufer eingebracht - wir sind gespannt, immerhin bürgt der Verlag normalerweise für originelle und gescheite Literatur ("Bärlinger: Splitt", FVA).

Vom Edinburgher Allan Guthrie kommt ein harter Gangsterkrimi im Hardcover ("Family Job", Rotbuch). - Vom britischen Romancier Martin Booth (1944-2004) kommt, dank des aktuellen Kinofilms mit George Clooney, eine Übersetzung seines Profikiller-Romans "A Very Private Gentleman" ("The American", rororo). - Von der grandiosen US-Autorin Jenny Siler kommt, wieder mal, der Politthriller des Monats ("Verschärftes Verhör", Fischer Taschenbuch). - Und von David Peace kommt der zweite Band seiner historischen Tokio-Trilogie ("Tokio, besetzte Stadt", Liebeskind).

Echt japanisch ist dagegen Yu Miris Roman um einen 14-Jährigen in der Halbwelt Yokohamas ("Gold Rush", japan edition im be.bra verlag). - Und e
cht mexikanisch ist Elmer Mendozas preisgekrönter Krimi um den einzelgängerischen Ermittler Edgar Mendieta ("Silber", Suhrkamp Taschenbuch). - Echt finnisch ist Matti Rönkäs zweiter lakonischer Roman um Berufsverbrecher Viktor Kärppä im Gemenge des finnisch-baltisch-russischen Gangstertums ("Bruderland", Grafit Taschenbuch, bisher lieferbar als Grafit Hardcover). - Und unecht irisch, aber vielleicht trotzdem gut, ist ein laut Verlagsinfo "skurriler, sehr irischer Kriminalroman" des New Yorker Autors Joseph Caldwell ("Das Schwein war's", Aufbau Taschenbuch).

Zuletzt noch drei echt "skurrile" ("schräge"?, "abgefahrene"?, "literarisch eigenwillige"?) Romane.

Pablo Tussets dritter, nach "Das Beste was einem Croissant passieren kann" und "Im Namen des Schweins", scheint eine durchgeknallte Krimiparodie zu sein ("Sakamura, Corrales und die lachenden Leichen", FVA). - John Wrays dritter, hoch gelobt, erzählt stilistisch adäquat von einem entflohenen Schizophrenen, der im New Yorker U-Bahn-System untertaucht ("Retter der Welt", rororo, bisher lieferbar als Rowohlt Hardcover). - Und China Miévilles sechster sei schließlich allen Krimifans ans Herz gelegt, die gerne auch mal einen Abstecher ins echt Phantastische wagen ("Die Stadt und die Stadt", Bastei Lübbe Taschenbuch).

Alles Weitere bei uns in der Buchhandlung!

RS, 01.09.2010


 


Zweite Sommer-Ernte: 16 Lesetipps für August 2010
und zwei Krimi-Kalender für 2011

 

 

 

Auffällig viele Argentinier auf dem deutschen Buchmarkt derzeit - ach ja, Argentinien ist ja Gastland bei der Frankfurter Buchmesse im Oktober. Schön, wenn das dazu führt, dass wir mehr südamerikanische (Kriminal-) Literatur übersetzt bekommen!

Doch zuerst mal drei bemerkenswerte Neuheiten aus diesem unserem Lande. - Die Taschenbuchausgabe, endlich, von D. B. Blettenbergs "Berlin Fidschitown" (Pendragon; HC-Erstausgabe 2003 bei Pendragon; Platz 1 beim Deutschen Krimipreis 2004). Und zwei wahrscheinlich deutlich provinziellere Politkrimi-Debüts, die sich wohl beide das umstrittene Großprojekt "Stuttgart 21" zum Schreib-Anlass genommen haben: Michael Krugs "Bahnhofsmission" (TB bei Gmeiner), und Birgit Hummlers "Stahlbeton" (TB bei Silberburg). Krug und Hummler sind beide nicht mehr die Jüngsten, haben also wirklich was zu erzählen aus ihrer bisherigen Lebens- und Berufserfahrung.

Aber nun ab nach Argentinien!

Bei Rotpunkt erschien im Juli Rodolfo Walshs "Die Augen des Verräters"
(HC mit Lesebändchen, € 18,-), ein schöner schlanker Sammelband mit zehn Kriminalgeschichten, netterweise mit einem Nachwort des deutschen Herausgebers Wolfram Nitsch, denn der Autor selbst ist leider schon seit über dreißig Jahren tot.

Bei Nagel & Kimche erschien Marcelo Figueras' "Der Spion der Zeit" (HC, € 19,90), laut EL PAIS "ein politischer und philosophischer Thriller über ein imaginäres Land", in dem jemand Rache nimmt an den unbehelligt gebliebenen Schergen einer überwundenen Militärdiktatur.

Beim Unionsverlag sind Raúl Argemís "Und der Engel spielt dein Lied" (HC, € 16,90) und "Chamäleon Cacho" (TB, HC-Erstausgabe 2008 beim Unionsverlag) erschienen; außerdem eine TB-Neuausgabe von Pablo De Santis' "Die Übersetzung" (siehe auch hier im ARCHIV). Raúl Argemí ist übrigens vor der Buchmesse in Österreich und Deutschland auf Lesereise.

Und wer sich wundert, woher das kommt, diese typische wunderbar leichte Art surreal angehauchter, intelligent verspielter Kriminalliteratur, hole ganz schnell eine Klassiker-Lektüre nach: "Sechs Aufgaben für Don Isidro Parodi" von Jorge Luis Borges & Adolfo Bioy Casares, enthalten in "Mord nach Modell" (Band 19 der 20-bändigen Werkausgabe bei Fischer Taschenbuch).

Und nun zum Rest der (Krimi-) Welt.

Im Lauf des Monats Juli kamen drei erfreuliche Taschenbuch-Ausgaben: Roger Smiths "Kap der Finsternis" (Heyne, HC-Erstausgabe 2009 bei Tropen/Klett-Cotta; Platz 2 beim Deutschen Krimipreis 2010), und Richard Starks "Fragen Sie den Papagei" (dtv, Klappenbroschur-Erstausgabe 2008 bei Zsolnay, Platz 1 beim Deutschen Krimipreis 2009), und Garry Dishers "Beweiskette" (Unionsverlag, HC-Erstausgabe 2009 beim Unionsverlag).

Und bei zweien erschien dazu gleichzeitig ein neuer Roman als HC-Erstausgabe: Richard Starks "Irgendwann gibt jeder auf" (Klappenbroschur bei Zsolnay, € 16,90) ist der sechstletzte Parker-Krimi, Zsolnay bringt die Serie also chronologisch rückwärts heraus; und Garry Dishers "Rostmond" (HC beim Unionsverlag, € 19,90) ist der fünfte Polizeikrimi um Hal Challis (Platz 1 beim Deutschen Krimipreis 2002 für den Serien-Erstling "Drachenmann").

Zu guter Letzt noch zwei Exoten.

Nii Parkes' "Die Spur des Bienenfressers" (Klappenbroschur beim Unionsverlag, € 16,90) kommt aus Ghana, erzählt von Ghana, und ist laut Pressezitat "eine glänzende Mixtur aus afrikanischer Kultur, westlicher Wissenschaft, mystischem Zauber und schalkhaftem Humor".

Und Jedediah Berrys "Handbuch für Detektive" (HC bei C. H. Beck, € 19,95) kommt mir fast vor wie ein falscher Argentinier, pardon, wie von Argentiniens Kriminalliteratur inspiriert: "Spannend, komisch, unterhaltsam und doppelbödig erzählt Jedediah Berry einen Krimi aus einer Traumwelt, als hätte man Kafka und Borges gebeten, gemeinsam einen Detektivroman zu schreiben", so der Werbetext. - Da bin ich ja mal gespannt!

Und wer schon ans nächste Jahr denkt, kann schon jetzt zwei schöne Krimi-Kalender kaufen: den "Literarischen Krimi-Kalender 2011" von Ars Vivendi (Wochenkalender mit 53 Kurzkrimis, € 19,95), und den "Literarischen Männer-Kalender 2011: Gangster, Bullen, Detektive" von Edition Ebersbach (Wochenkalender mit 53 Bild-und-Text-Porträts von Helden und Schurken unseres Genres).

RS, 31. Juli 2010


 


Erste Sommer-Ernte: 12 Lesetipps für Juli 2010

 

 


 

Diesen Monat bin ich wieder etwas gnädiger. Vielleicht, weil ich grad frisch aus dem Urlaub zurück komme.

Bei meiner Rückkehr warteten die ersten vier Krimis der neuen Reihe "Suite Noire" auf mich. Vier schicke schlanke 100-Seiten-Bändchen zu je 10 Euro, alle gleich mitgenommen, alle gleich am Wochenende verschlungen - klasse! Das erinnert schön an die gute alte französische Néopolar-Tradition, erinnert mal an die Politkrimiserie "Le Poulpe" (auf deutsch damals bei Wunderlich), mal an andere tolle Noir-Krimis aus dem Distel Verlag wie beispielsweise von Jean-Bernard Pouy (Herausgeber der "Suite Noire" in Frankreich, na klar!) oder von Laurence Démonio - ja, da schlägt mein frankophiles Noir-Herz schneller! Erfreulich übrigens, dass Distel die Buchtitel mit ihren Anspielungen auf klassische "Série Noire"-Titel übernommen hat; inhaltlich haben die Neuen aber nix mit den Klassikern zu tun, es macht also gar nix, wenn man sich beispielsweise nicht mehr richtig an "Schießen Sie auf den Pianisten" erinnern kann. - Die Titel: Chantal Pelletier, "Schießen Sie auf den Weinhändler"; Patrick Raynal, "Landungsbrücke für Engel"; José-Louis Bocquet, "Papas Musik"; Colin Thibert, "Nächste Ausfahrt Mord".

Aus deutschen Landen, aus Hamburg, haben wir einen neuen (historischen: es geht um den Altonaer Blutsonntag von 1932) Krimi von Robert Brack - ein guter Mann, immer lesenswert. "Blutsonntag" heißt's kurz und prägnant (Edition Nautilus, Broschur, € 13,90).

Und aus Argentinien haben wir Guillermo Orsis "Im Morgengrauen" - hallo, dtv, wir machen hier keinen Wettbewerb um den langweiligsten Buchtitel! Der Autor wird angeblich "einhellig als der Meister des neuen lateinamerikanischen Kriminalromans gefeiert", Buch und Autor wurden mit Krimipreisen ausgezeichnet - ja, da wird's Zeit, dass mal ein deutscher Verlag aufwacht und uns diesen Südamerikaner übersetzt!

Das restliche halbe Dutzend (untere Reihe) ist aus dem Englischen übersetzt. Ganz links sehen wir die TB-Ausgabe von Stewart O'Nans "alle, alle lieben dich" (rororo) - ein Autor, bei dem man immer gucken muss, ob sein neuester Roman nun mehr oder weniger oder gar nicht "Krimi" ist, den ich aber seit "Engel im Schnee" und "Die Speed-Queen" gerne für mein Genre vereinnahme, auch wenn der deutsche Verlag da natürlich immer ein "hochliterarisch" vor das Wort "Thriller" klemmen muss.

Vielleicht das Highlight des Monats, da bin ich seeehr gespannt aufs Lesen: Derek Nikitas' "Scheiterhaufen" ("Pyres", 2007), als Paperback für 15 Euro erschienen beim kleinen, feinen Seeling Verlag, der uns letztes Jahr mit Stefan Kiesbyes "Nebenan ein Mädchen" überraschte (na ja, das war schon vorletztes Jahr erschienen, kam aber erst letztes Jahr in die Krimi-Bestenliste und somit allgemein in die Buchläden).

Dann haben wir drei Mal Lesenswertes von Altbekannten und -bewährten. Erstens Iain McDowalls "Reich und tot" ("Making a Killing", 2001) ((ach, dtv, übernehmt doch am besten die Originaltitel, anstatt euch immer wieder zu blamieren!)), ungefähr fünfter solider sozialkritischer Polizeikrimi um Jacobson & Kerr. Zweitens Denise Minas "In der Stille der Nacht" ("Still Midnight", 2009) - eine bei uns sträflich ignorierte Autorin, die immer wieder zeigt, dass immer noch ganz beachtliche "Frauenkrimis" und "Soziokrimis" im besten Sinne geschrieben werden, zumindest im angelsächsischen Sprachraum (TB bei Heyne). Und drittens Peter Temples "Totengedenken" ("White Dog", 2003), der vierte Krimi - im Grunde sind das ja verkappte Privatdetektivkrimis sehr in der Tradition von Raymond Chandler - um den zwischen Gut und Böse lavierenden Anwalt Jack Irish (TB bei Goldmann).

Und zum Schluss noch ein Bonbon, eine Kuriosität: Ron Goularts "Groucho Marx, Meisterdetektiv" (Klappenbroschur bei Edition Phantasia, € 16,90). Sehr mutig vom Altmeister des Trash (hier eine Bibliographie mit Titelbildern!), sich den kritischen Vergleichen der George-Baxt-Fans einerseits, der Marx-Brothers-Fans andererseits zu stellen. In USA hat's die kleine Serie 1998-2005 immerhin auf sechs Bände gebracht, also wird schon was dran sein, und die deutsche Ausgabe wird allein schon durchs gelungene Cover zum "Must have"!

RS, am 1. Juli 2010


 


Magere Mai-Ernte: 5 Lesetipps für Juni 2010

 

 

Eigentlich kamen im Laufe des schönen Monats Mai nur zwei wirklich aufregende Krimi-Neuheiten in unserer Buchhandlung an. - Ariel Magnus' schräge argentinische Krimikomödie "Ein Chinese auf dem Fahrrad" entführt uns (so wie den Antihelden) ins Chinatown von Buenos Aires (HC bei Kiepenheuer & Witsch - Info hier). Und Dominique Manottis Polit- / Wirtschafts- / Frauen-Krimi "Letzte Schicht" beutelt uns (so wie die Heldin) mit authentischen Arbeitskämpfen und fiktiven Verbrechen in der Lothringer Industrie (Ariadne-TB bei Argument - Info hier).

Ansonsten kamen noch zwei nette erfrischende Debüts, die hoffentlich in unserer Taschenbuchflut nicht gleich wieder untergehen. - Vilmos Kondor hat mit "Der leise Tod" anscheinend Ungarns ersten Hardboiled-Krimi geschrieben (Knaur-TB, Info hier und hier). Und M. R. Halls Debüt
"Totenschein" um eine psychisch angeschlagene und doch kompetente Coronerin in Bristol wurde immerhin für den Gold Dagger nominiert (Goldmann-TB, Info hier und hier).

Schon meine Nummer 5 ist dann bloß noch von regionalem Interesse: Michael Moritz' Krimi-Debüt "Tod in der Rheinaue" spielt nämlich am Kaiserstuhl (PB bei Emons, Reihe "Der badische Krimi", Info hier, BZ-Kurzkritik hier).

Bin ich ungerecht?

Weil ich etwa die neue Donna Leon ("Schöner Schein", HC bei Diogenes) links liegen lasse? --- Oder weil ich vom neuen Pelecanos ("Kein Weg zurück", rororo) ebenso schwer enttäuscht bin und ebenso am liebsten schweigen möchte wie vom neuen Winslow ("Pacific Paradise", TB bei Suhrkamp)? --- Und weil ich diverse eigentlich erfreuliche Taschenbuch-Ausgaben (Stefan Kiesbyes "Nebenan ein Mädchen" bei Heyne; Zoran Drvenkars "Sorry" bei Ullstein; Richard Starks "Fragen Sie den Papagei" bei dtv; Brian McGilloways "Borderlands" bei DuMont) nicht gleich zum Tipp des Monats erhebe? --- Oder weil ich zuletzt schlicht nicht weiß, was eine Neuausgabe von Peter Cheyneys "Lemmy schießt nicht auf Blondinen" (PB bei Milena) überhaupt soll, mit neckischem Cover-Aufdruck "ACHTUNG: POLITISCH UNKORREKT" (als ob das was Positives wär) und mit hoffentlich halbwegs plausibel begründendem Nachwort von Herausgeber Thomas Ballhausen?

Das sind so Fragen. Wer mir bei der Beantwortung helfen will, kann mich ja in meiner Buchhandlung besuchen.

RS, am 30. Mai 2010


 


Drei mal drei: Lesetipps für Mai

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   Drei lesenswerte Taschenbücher:  
   einmal Basel, zweimal bella Italia  


Hansjörg Schneider, "Hunkeler und die goldene Hand"
Bastei Lübbe, 240 Seiten, € 8,99
(bisher lieferbar als HC bei Ammann)
--- Info beim Ammann Verlag:
www.ammann.ch/

Ottavio Cappellani, "Habe die Ehre!"
rororo, 400 Seiten, € 9,95
(bisher lieferbar als HC bei Rowohlt)
--- Info beim Verlag:
www.rowohlt.de/sixcms/detail.php

Bruno Morchio, "Bitteres Rot"
dtv, 254 Seiten, € 8,95
--- Info beim Verlag:
www.dtv.de/buecher/
bitteres_rot_21204.html


Alles Weitere bei uns in der Buchhandlung!

 





   Drei erfreuliche Paperbacks:  
   Hamburg, Zürich, Amsterdam  


Gunter Gerlach, "Von Mädchen und Mördern" (Kurzkrimis)
Ellert & Richter, 192 Seiten, € 8,95
--- Info beim Verlag:
www.ellert-richter.de/detail.php

Roger Graf, "So geht das. Ein Philip Maloney Lesebuch"
KaMeRu, 256 Seiten, € 16,50
--- Info beim Verlag:
www.kameru.ch/buecher/rg04.html

Gerben Hellinga, "Dollars. Sid Stefan in Amsterdam"
Alexander, 272 Seiten, € 14,90
--- Info beim Verlag:
www.alexander-verlag.com/
Dollars_AID2662.html


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                    RS, 29. April 2010

 




   Drei Hardcover, die sich lohnen:  
   Wallanders angeblich letzter Fall,  
   ein afrikanischer Gefängnisroman,  
   und auch Deutschlands bester Politthriller- 
   Autor führt uns nach Afrika - und zurück  
   in die deutsche Filmgeschichte  


Henning Mankell, "Der Feind im Schatten"
Zsolnay, 592 Seiten, € 26,00
--- Info beim Verlag:
www.hanser-literaturverlage.de/
buecher/buch.html


Kachi Ozumba, "Der Schatten eines Lächelns"
Transit, 256 Seiten, € 18,80
--- Info beim Verlag:
www.transit-verlag.de/buecher/
978-3-88747-243-6/index.html


D. B. Blettenberg, "Murnaus Vermächtnis"
DuMont, 576 Seiten, € 19,95
--- Info beim Verlag:
www.dumont-buchverlag.de/
sixcms/detail.php


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Lesetipps für April 2010:

Ein großer Klassiker und eine Handvoll Krimis mehr

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     Mark Twain

Anlässlich des 100. Todestages am 21. April weisen wir sehr gerne auf einen tollen Klassiker hin, von dem sich auch in unserem spezialisierten Sortiment einige Bücher finden: Mark Twain.

Links außen in Groß: Wendelinus Wurths Übertragung des "Huckleberry Finn" ins Alemannische (Drey Verlag, gebunden, 280 Seiten, € 23,-). Ein interessantes Experiment, das der Tatsache Rechnung trägt, dass Mark Twain das Erzählen dieser Abenteuergeschichten seinem jungen Tunichtgut von Held in den Mund legte.  -  Wendelinus Wurth über Mark Twain, in der BZ vom 17.04.2010: www.badische-zeitung.de/kultur-sonstige/der-amerikaner--29737872.html.

Hier links: Tom & Huck für Einsteiger. Eine schöne, nett illustrierte Jugendbuch-Ausgabe (zwei Hardcover im stabilen Schuber, Diogenes Verlag, € 29,90).

Rechts: "Ein Yankee an König Artus' Hof", Twains wunderbare phantastische Satire, in einer aktuell lieferbaren Ausgabe vom Aufbau Verlag (448 Seiten, mit Lesebändchen, € 9,95).

Unten links: Eine aufs deutsche Lesepublikum zugeschnittene Auswahl aus Twains unterhaltsamen Reiseberichten, trefflich illustriert vom großen Hans Traxler (Piper-TB, € 8,95).

Unten Mitte und rechts: Mark Twains Beiträge zu unserm Mord-und-Totschlag-Genre. Na ja. Wie die Titel schon andeuten, handelt sich's natürlich nicht um Krimis. Beide sind als nette handliche Hardcoverchen mit Schutzumschlag und Lesebändchen bei Manesse erschienen, beide dankenswerterweise mit einem Nachwort: "Eine Bluttat ..." mit knapp hundert Seiten für € 12,90; "Knallkopf Wilson" mit über dreihundert Seiten für € 19,95.

 






 



Zwei Hardboiled-Kracher mit Witz:

Josh Bazell, "Schneller als der Tod"
S. Fischer, HC, 304 Seiten, € 18,95
--- Joeys BZ-Kritik dazu:
www.badische-zeitung.de/freizeit/
literatur/kriminalromane-wenn-
der-arzt-kommt--28807260.html


Denis Johnson, "Keine Bewegung!"
Rowohlt, HC, 208 Seiten, € 17,95
--- Info beim Verlag:
www.rowohlt.de/buch/Denis_Johnson_
Keine_Bewegung.05042010.2746119.html

--- Martin Halters launige BZ-Kritik dazu:
www.badische-zeitung.de/literatur-rezensionen/
der-friseur-und-der-killer--30232947.html

--- Aber auch TWs Verriss im FREITAG dazu:
www.freitag.de/kultur/1013-woertche-
denis-johnson-crime-watch


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Schluss mit lustig: Harter Gangster- oder eher Kleinganoven-Krimi um dumme irische Säufer und Schlägertypen in New York und anderswo.

Adrian McKinty, "Der sichere Tod"
Suhrkamp, TB, 464 Seiten, € 9,95
--- Info beim Verlag:
www.suhrkamp.de/buecher/der_
sichere_tod-adrian_mckinty_46159.html


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Oldies but Goldies: Der vierte Charlie-Resnick-Krimi und der zweite Tschonnie-Tschenett-Krimi.

John Harvey, "Der Kinderfänger"
Neuausgabe dtv, TB, 352 Seiten, € 8,95
Original: "Off Minor", 1992
--- Info beim Verlag:
www.dtv.de/buecher/der_
kinderfaenger_21202.html

(Leider wird hier verschwiegen, dass dtv - warum auch immer - den zweiten Resnick-Krimi "Rough Treatment" /
"Spezialbehandlung" ausgelassen hat bei der eigentlich lobenswerten Neuausgabe der Serie.)
--- Info auf Harveys Homepage:
www.mellotone.co.uk/index.php

Kurt Lanthaler, "Grobes Foul"
Neuausgabe Haymon, TB, 268 Seiten, € 9,95
Erstausgabe 1993 bei Haymon,
TB 2000 bei Diogenes (vergriffen)
--- Info hier auf der Website: Im "Archiv",
mit Suchbegriff "Grobes Foul"!

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Sorry,

alles was älter als ein halbes Jahr ist,

fliegt raus.

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Und wer's bis hierher ausgehalten hat, wird mit einem schönen Foto belohnt.


Ein Tag ohne Bücher: Wandern am Schluchsee (Herbst 2009).